Die vierte Generation
Vorausdenken, typisch für diese Familie.
Seit 2008 führt Daniela Schweizer die Geschäfte von Beilharz Haus in vierter Generation. Bodenständig plant und baut die Architektin geradlinige Häuser für Menschen, die darin leben werden. All ihre Häuser haben eine eigene Technikebene. Das erleichtert den Bau und macht das Haus ausbaubar – weil man jederzeit rankommt, wenn sich der Bedarf ändert.
Aber der Reihe nach.
Der Anfang: Vom Göpel zum Sägewerk
Wir schreiben das Jahr 1907. In Vöhringen bei Rottweil, am Übergang vom Schwarzwald zur Schwäbischen Alb, gibt es weder Elektrizität noch Verbrennungsmotoren. Stattdessen werden Landmaschinen mit Göpeln angetrieben.
Solche Göpel fertigen die Brüder Friedrich und Johannes Beilharz. Sie haben gerade das Geschäft vom Vater übernommen und weiten es zügig aus.
Präzision seit Tag Eins
Serieller Holzbau? Machen wir seit mehr als 100 Jahren.
Mit der Investition in ein Dampflokomobil übernehmen sie das Dreschen auf umliegenden Höfen im Lohn. Bald bauen sie ein eigenes Elektrizitätswerk – nicht nur für ihren Betrieb, bald versorgen Johannes und Friedrich das ganze Dorf und die umliegenden Ortschaften mit Strom.
Kurz darauf folgt ein eigenes Sägewerk. Es erleichtert die serielle Fertigung von Holzgegenständen wie Schrotmühlen, Rodelschlitten oder Waschmaschinen. Der Grundstein ist gelegt: Holz und handwerkliches Können gepaart mit dem Mut, Dinge voranzubringen.
Dampflokomobil
Antrieb für Lohndrescharbeiten auf den Höfen der Nachbarschaft.
Elektrizitätswerk
Eigenversorgung und Versorgung des Dorfes – Technik zum Wohle der Gemeinschaft.
Sägewerk
Grundlage für die serielle Fertigung: Schrotmühlen, Rodelschlitten, Waschmaschinen.
1938 – Die Geburt einer Marke
Vorwärts für vier Brüder
Motto und Markenname der vier Söhne von Johannes Beilharz lautet ab 1938 „Vorwärts“. Zwei Jahre später setzen Ernst, Eugen, Otto und Wilhelm bereits mehr als 12.000 hölzerne Handwagen ab.
Bald bauen die ideenreichen Brüder Wagen aller Art – und legen damit den Grundstein für die nächste Evolutionsstufe.
Vom Wagen zum Haus
Ab den 1950er Jahren bestimmen Behausungen das Sortiment: Straßenwärter-, Schutz- und Bauhütten, Kioske, Wochenend- und Ferienhäuser, Gartenhäuser und Saunen baut Beilharz.
1938
Handwagen
Über 12.000 Einheiten jährlich – Marke Beilharz etabliert.
1950er
Kioske & Pavillons
Systeme für den Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit.
1955er
Wägen
Mannschafts-, Wohn-, Schlaf- und Bürowagen für den Wiederaufbau
1970er
Ferienhäuser
Architektur für die Freizeit – Holzbau für die Freizeitgesellschaft.
1980er
Gartenhäuser & Saunen
Holzbau für jeden Bedarf im privaten Außenbereich.
Heute
Wohnhäuser
Nachhaltige Architektur in Holz – ökologisch, individuell, zukunftsfähig.
Der ökologische Wendepunkt
Die Wende zum ökologischen Wohnhaus
Ökologische Wohnhäuser bauen? Mit der Idee beweist Ernst Beilharz‘ Schwiegersohn Arthur Schweizer in den 1980er Jahren Weitsicht. 1988 entsteht das erste Musterhaus in Fellbach.
Arthurs Tochter Daniela studiert Architektur und sammelt Erfahrung in einem Architekturbüro, bevor sie 1998 in den Familienbetrieb einsteigt.
Damals wie heute
Serielles Bauen bedeutet bei Beilharz nicht Masse statt Klasse.
Es bedeutet: durchdachte Systeme, die funktionieren. Vom Handwagen über Ferienhäuser bis zum Modulhaus.
„Vorwärts“ war nicht nur ein Markenname – es ist die Haltung, die uns bis heute antreibt: Nicht stehenbleiben. Weiterdenken. Etwas schaffen, das Bestand hat.





